Merkwürdige Beobachtung bei Radarvirtuel
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Merkwürdige Beobachtung bei Radarvirtuel
Heute morgen (8:40 Uhr) bei einem Blick auf Radarvirtuel fielen mir 2 Flugzeuge auf (nördlich von München) die sehr nahe bei einander flogen. Beides waren Lufthansa Maschinen. Die eine war auf einer Höhe von 9000 Meter, die andere auf 8800 Metern. Nach der Aktualisierung stand bei der Maschine die Sekunden vorher noch auf 8800 Meter war, dass sie nun mit 600m/min fallen würde. War dies nun ein Programmfehler von Radarvirtuel oder ein Lotsenfehler ? Soweit ich weiß, dürfen sich Flugzeuge nicht so nahe kommen. Wer kennt sich aus ? Lieg ich völlig falsch ?
Re: Merkwürdige Beobachtung bei Radarvirtuel
Sehr nahe bei einander ist ja relativ. Flugzeuge müssen entweder eine vertikale Staffelung von mindestens 5NM bzw. bei entsprechender Radarabdeckung von 3NM ODER eine vertikale Staffelung von 1000ft haben. Ob sich das anhand von radarvirtuel beurteilen lässt weiß ich nicht.
- Planespotter93
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Re: Merkwürdige Beobachtung bei Radarvirtuel
Müsste ein Fehler von Radarvirtuel sein, kam bei mir schon häufiger vor dasvon den Daten her
was nicht stimmte.
was nicht stimmte.
Re: Merkwürdige Beobachtung bei Radarvirtuel
LC44A hat geschrieben:Flugzeuge müssen entweder eine vertikale Staffelung von mindestens 5NM [...]
Bei 5NM vertikal wäre der Himmel aber ganz schön leer...
Und zum Thema: Anhand von radarvirtual würde ich nix festmachen.
Re: Merkwürdige Beobachtung bei Radarvirtuel
Die 5NM stimmen schon, das ist die ICAO-Vorgabe der Radar Separation Minima. Dieser Wert darf aber laut ICAO auf 3NM reduziert werden, wenn die Genauigkeit des Radars an der bestimmten Position das zulässt. Deiner Aussage entnehme ich, dass Deutschlands Radaranlagen so genau sind und so dicht stehen, dass überall die 3NM erlaubt sind.
Ich denke mal, die 8800m und 9000m sind Rundungen der genauen Höhenwerte, denn die Werte bei Radar Virtuel kommen über den Mode S Transponder und der übermittelt die exakte Höhe auf das Fuß genau. Ich denke, dass die vertikalen 1000 Fuß = 305m eingehalten wurden.
Die Sinkrate von 600m/min entspricht fast auf das Fuß genau der Standard-Sinkrate von 2000ft/min, ein TCAS-Ausweichmanöver wäre mit einer niedrigeren Sinkrate geflogen worden.
Ergo: Meiner Meinung nach war alles normal und im Limit.
Ich denke mal, die 8800m und 9000m sind Rundungen der genauen Höhenwerte, denn die Werte bei Radar Virtuel kommen über den Mode S Transponder und der übermittelt die exakte Höhe auf das Fuß genau. Ich denke, dass die vertikalen 1000 Fuß = 305m eingehalten wurden.
Die Sinkrate von 600m/min entspricht fast auf das Fuß genau der Standard-Sinkrate von 2000ft/min, ein TCAS-Ausweichmanöver wäre mit einer niedrigeren Sinkrate geflogen worden.
Ergo: Meiner Meinung nach war alles normal und im Limit.
Re: Merkwürdige Beobachtung bei Radarvirtuel
A319Muck hat geschrieben:Die 5NM stimmen schon, das ist die ICAO-Vorgabe der Radar Separation Minima. Dieser Wert darf aber laut ICAO auf 3NM reduziert werden, wenn die Genauigkeit des Radars an der bestimmten Position das zulässt. Deiner Aussage entnehme ich, dass Deutschlands Radaranlagen so genau sind und so dicht stehen, dass überall die 3NM erlaubt sind.
Sorry, hatte vermutet, dass es durch den Smiley deutlich wurde.
Vertikal sind es nämlich die erwähnten 1000 Fuß (unter gewissen Umständen 2000 Fuß).
Horizontal 5 Meilen, bzw. 3 Meilen, wenn die Radaranlage es zulässt (unter gewissen Voraussetzungen auch 2,5 Meilen).
Re: Merkwürdige Beobachtung bei Radarvirtuel
Sry Martin, hast natürlich recht... in der Herrgottsfrühe kann das schonmal schief gehen
Zu der Zeit warst du doch sicherlich noch in Trainingsjacke unterwegs oder? ^^
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