Inzwischen fliegt nur noch eine einzige Airline, Air Moldova, den Embraer 120 im regulären Liniendienst in Europa, so dass klar war, was das nächste Ziel eines Trips sein würde. Nebenbei wollte ich mir die auch immer seltener werdende Fokker 50 sichern, dies ist mit CityJet auf Luxembourg – London City für knapp 30 Euro noch recht einfach durchzuführen.
Folglich sah der Plan nach der Buchung so aus:
20.05.13 Luxembourg – London City AF5218 18:20-18:50 F50
21.05.13 London Luton – Bucharest Otopeni 0B132 10:35-15:45 734
22.05.13 Bucharest Otopeni – Chisinau 9U862 09:10-10:10 EM2
22.05.13 Chisinau – Timisoara V3 128 15:10-16:25 S20
22.05.13 Timisoara – Stuttgart V3 319 17:50-19:00 S20
Tja, Carpatair strich 3 Wochen vor meinem Abflug ihr komplettes Netzwerk zusammen und stellte den Timisoara Hub ein, so dass nur noch einige Point to Point Verbindungen nach Italien, sowie die Strecke nach Stuttgart übrig bleiben. Man war jedoch so freundlich, mich auf eine Alternative Verbindung umzubuchen:
22.05.13 Chisinau – München LH1743 13:00-14:15 CR9
22.05.13 München – Stuttgart LH2148 15:05-15:55 DH4
So sollte es also statt 2x Saab 2000 recht „langweilig“ mit CRJ900 und Dash 8-400 zurück nach Stuttgart gehen. Carpatair buchte mich bei Lufthansa in die Eco Flex (Y), so dass ich vor Abflug meine Sitzplätze auswählen konnte, sowie 2.250 Meilen gutgeschrieben bekam.
Am Pfingstmontag ging es also mit der DB für 29 Euro von Plüderhausen über Stuttgart, Koblenz, Trier und, außerplanmäßig, Wasserbillig, nach Luxembourg.
Im IC2216 (Stuttgart-Stralsund), den ich bis Koblenz benutzte, erwischte ich zum Glück einen Wagen, der das Redesign Programm der IC-Linie 30 noch nicht durchlaufen hatte:

Zwischen Koblenz und Trier ereignete sich ein Hangrutsch, wodurch Trier mit einer Verspätung von 14 Minuten erreicht wurde und der Anschluss nach Luxembourg natürlich weg war. Nach einer Stunde warten ging es dann mit einem Regional Express nach Wasserbillig. Dort stand, auf Grund von Bauarbeiten, ein Bus nach Luxembourg bereit.
Vom Bahnhof Luxembourg fahren, alle paar Minuten, die Buslinien 9 und 16 in etwa 20 Minuten zum Flughafen. Die einfache Fahrt kostet 2 Euro.
Der Non-Schengen Gatebereich in LUX. An diesem Nachmittag wurden dort nur Flüge nach London City abgefertigt:

Swiss Avro RJ-100 HB-IXR als LX755 nach Zürich

Cargolux Boeing 747-4R7F LX-TCV „City of Sandweiler” wird zum Frachtvorfeld gezogen

Luxair Dash 8-Q402 LX-LGE nach London City. Alle 4 Flüge nach LCY, an diesem Nachmittag, hatten nicht mehr als 15 Passagiere an Bord.

Cargolux Boeing 747-8R7F LX-VCH

20.05.2013
CityJet AF5218
Luxembourg – London City
STD 18:20 STA 18:50
ATD 18:21 ATA 18:39
Dauer: 01h18
Fokker 50 OO-VLP „Spirit of VLM”
Erstflug: 24.01.1991
Load: 16/50 = 32%
Von diesem Flug gibt es keine Bilder, da man außer viel weiß vor dem Fenster nichts gesehen hat. Es ging pünktlich in LUX los, während dem Flug wurden diese Snacktüten verteilt, die es inzwischen leider überall gibt (das Sandwich, das es bei CityJet bis vor kurzem gab, wurde wohl gestrichen). Alkoholische Getränke waren jedoch umsonst.
LCY wurde knapp 11 Minuten vor Plan erreicht, an der Passkontrolle war nichts los, so dass ich bereits 5 Minuten nach On-Block in der DLR nach Canning Town saß. Ab dort ging es mit der U-Bahn weiter zum Bahnhof London Bridge, von wo mein First Capital Connect Zug nach Luton Airport fuhr. Dieser war einigermaßen pünktlich, jedoch ab St. Pancras selbst um 20:00 so voll, dass es nichtmal mehr Stehplätze gab.
Für meine Nacht in Luton hatte ich mir das Ibis Luton Airport (40EUR/Nacht) ausgesucht, das vom Flughafen zu Fuß in knapp 10 Minuten zu erreichen ist.
Von meinem Zimmer aus hatte ich perfekte Sicht in den Anflug, jedoch spielte das Wetter absolut nicht mit:

Am Dienstag Morgen ging es gegen 08:00 zu Fuß zum Flughafen, wo der Check-In für BlueAir Flug 132 nach Bucharest bereits geöffnet war.
Fast 30 Minuten zu früh erreicht YR-BAK als 0B131 aus OTP die Position in Luton:

Deboarding

Verschiedene BizJets

Das Boarding begann überpünktlich, so dass der Pushback noch vor der geplanten Zeit erfolgte
21.05.2013
BlueAir 0B132
London Luton – Bucharest Otopeni
STD 10:35 STA 15:45
ATD 10:32 ATA 15:38
Dauer: 03h06
Boeing 737-430 YR-BAK
Erstflug: 28.08.1992
Load: 160/164 = 98%
Etwas schade war, dass an den beiden darauf folgenden Tagen die Ten Airways MD-82 YR-OTN auf diesem Kurs unterwegs war. Naja, kann man nichts machen.
Zur Kabine lässt sich eins sagen: Noch nie so ein dermaßen ungepflegtes Flugzeug gesehen. BAK fällt regelrecht auseinander!
Kurz vor dem Pushback

Blick in die Kabine während dem Boarding

Provisorisch geflickte Armlehne

Der etwas knapp bemessene Sitzabstand in dieser ex AirOne 734

Das hätte man aber auch etwas professioneller hinbekommen können:D

Joa und der Tisch am Gang ließ sich, dank kaputter Halterung, auch nicht mehr hochklappen. Die Plätze neben mir blieben aber frei.

Hangar 89, der EasyJet Hauptsitz

Auf dem Weg zum Start werden weitere Bizzies passiert

Nach einem Backtrack geht es auf die Runway 26

Für den Großteil des Fluges sah man außer diesem hier

nicht viel, bis es über Österreich wieder kurz aufriss
Irgendwo über Österreich

Linz

Bereits im Anflug auf Bucharest über Rumänien

Flughafen Otopeni

Der militärische Teil des Flughafens Otopeni mit 2 Alenia C-27, 3 AN-26, 2 BAC1-11, sowie 1 Hercules

Tarom

NATO C-17 Papa 03, Tarom A310, DHL 757F, sowie Ten Airways MD-82 YR-OTN (derzeit für Blue Air unterwegs)

DanubeWings ATR72-200 vor der Tarom Maintenance

Nach der Passkontrolle, die eine Sache von Sekunden war, wurde ich von einem Fahrer des Hotel Charter Otopeni abgeholt, der mich in das nahegelegene Hotel brachte. Ich wählte dieses Hotel, auf Grund der Nähe zum Flughafen, des niedrigen Preises (35EUR/Nacht), sowie des inbegriffenen Airport Shuttles.
Am nächsten Morgen sollte es mit dem Hauptziel des Trips, dem Air Moldova Embraer 120 ER-EMA, nach Chisinau, der Hauptstadt Moldawiens gehen.
Boarding Pass

22.05.2013
Air Moldova 9U862 operated by Budapest Aircraft Service
STD 09:10 STA 10:10
ATD 09:07 ATA 10:01
Dauer: 00h54
Embraer 120 HA-FAN
Erstflug: November 1988
Doch statt dem erwarteten E120 ER-EMA parkte HA-FAN von Budapest Aircraft Service auf dem Vorfeld.
Eine Recherche ergab, dass ER-EMA bereits seit Februar nicht mehr für Air Moldova geflogen ist. Hat jemand eine Ahnung wo EMA abgeblieben ist? In KIV stand er jedenfalls nicht.
Boarding, die Auslastung betrug 100%

Noch in Otopeni

Air Moldova

Auf diesem Flug gab es ein Rosinenbrötchen, eine Waffel, sowie Getränke
Bereits über Moldawien

Im Endanflug auf Chisinau

Gelandet. Ein erster Blick auf die abgestellten Flugzeuge russischer Bauart

Eine ex Aeroflot TU-134

Air Moldova AN-24

Mehrere AN-24 und TU-134 alle ex Air Moldova/Moldova Government

Air Moldova/Mosphil Aero Antonov AN-26B ER-26204

2 Air Moldova/Moldova Government TU-134

Moldova Government YAK-40 ER-YGD, Vichy Air Company TU-134 ER-TCF, Moldova TU-134

Pecotox Air (SkyLink Arabia) Antonov AN-24RV ER-AZN

Pecotox Air (SkyLink Arabia) Antonov AN-24RV ER-AZX

Übersicht

Air Moldova/Moldova Government Tupolev TU-134 ER-65140, diese TU3 war noch bis 2007 regulär bei Air Moldova bzw. der Regierung im Einsatz.

An der Straße zum Flughafen steht Air Moldova Tupolev TU-134 ER-65036 als Gateguard

Terminal

Danach ging es zum Check-In, wo ich meine bereits reservierten Plätze erhielt, durch die Passkontrolle und zum, aus 4 Gates bestehenden, Abflugbereich.
22.05.2013
Lufthansa CityLine LH1743
Chisinau – München
STD 13:00 STA 14:15
ATD 13:01 ATA 14:11
Dauer: 02h10
Canadair CRJ-900 D-ACKB „Schliersee”
Erstflug: August 2006
Load: 81/90 = 90%
Lufthansa CityLine Canadair CRJ-900 D-ACKB “Schliersee” erreicht Chisinau pünktlich aus München

Air Moldova Embraer 190 ER-ECB “Stefan cel Mare”, sollte eigentlich nach MXP via VRN gehen, stand auch hinter meinem CRJ900 beim Start, kehrte jedoch wohl zur Position zurück, da der Flug, wie ich später sah, gestrichen wurde

S7 Airlines Airbus A319-114 VP-BTO auf dem Weg nach Moskau

25F hat im CRJ-900 kein Fenster

Es geht auf die 08

Take Off mit bereits angesprochenem MLD E90 an der Bahn

Storage (2x AN24, 1x AN12, 1x IL18)

Zum Essen gab es Kartoffelsalat mit 3 kalten Schnitzelstreifen und Minibrezeln

Nach einiger Zeit war der Balaton zu sehen

Parallelanflug auf München mit einem LH A319

Endanflug


Es folgte ein sehr entspannter Transfer, knappe 15 Minuten nach On-Block war ich bereits an Gate G27 für den Flug nach Stuttgart.
22.05.2013
Augsburg Airways LH2148
München – Stuttgart
STD 15:05 STA 15:55
ATD 15:10 ATA 15:52
Dauer: 00h42
Dash 8-Q402 D-ADHR
Erstflug: Mai 2001
Zu dem Flug lässt sich nicht viel sagen. Kurz und entspannt. Es gab trotz der kurzen Flugdauer einen Schokoriegel, sowie eine Getränkerunde.

Ich hoffe euch hat dieser Bericht gefallen! Bei Fragen oder Anregungen stehe ich selbstverständlich zur Verfügung.




