Los geht es mit Teil 1 der Anreise nach Johannesburg und Spotten am Flughafen Johannesburg O.R.Tambo.
Bei der Suche nach Flügen stellte sich schnell heraus, dass die Flüge nach Johannesburg sehr teuer sind. Lufthansa verlangt für den Flug mit dem A380 über 1.000 EUR p.P., Swiss ist nicht wirklich viel günstiger, liegt etwa auch bei 950 EUR. Die Flugzeiten sind überall gleich, man fliegt spät abends in Europa los und landet am Vormittag in Johannesburg. Günstigster Anbieter war Turkish Airlines (625 EUR return) mit Flug über Istanbul. Flugzeiten ab STR sind perfekt – wieso also nicht „Europe´s best Airline“, wie sich Turkish nennt, ausprobieren?
So ging es für degi und mich am 11.11.11 mit TK 1706 um 17.50h nach Istanbul.


Eingesetzt wurde auf diesem Flug eine 737-800 TC-JFD.

Das Design der Kabine und die Ausstattung mit Monitoren machten einen sehr guten Eindruck.

Ganz unterhaltsam ist auch das Sicherheitsvideo von Turkish Airlines, bei welchem die Fussballspieler von Manchester United mitwirken:
Allerdings war die Maschine nicht gründlich gereinigt worden, weshalb man da selber etwas nachhelfen musste:

Bevor das Essen serviert wird, bekommt man eine Speisekarte und hat die Auswahl zwischen zwei warmen Gerichten. Das Essen ist wirklich super, das muss man TK wirklich lassen.


Der Service der Flugbegleiter wirkte aber sehr unkoordiniert und langsam, es sollte zwei Getränkerunden geben, allerdings hat die Kabinenbesatzung es wirklich geschafft, das Essen in Zeitlupe auszuteilen, so dass aus Zeitgründen nicht alle Passagiere ein zweites Getränk serviert bekamen.
Bereits auf diesem Flug ist mir aufgefallen, dass man als Passagier kaum eine freundliche Begrüssung noch sonst irgendwie viele Infos bekommt zu Flugroute oder so. Das ist man ja selbst bei Flügen mit deutschen Ferienfliegern anders gewöhnt.
Gegen 21.45h Ortszeit folgte dann die Landung in Istanbul, schade war natürlich dass es dunkel war, denn in Istanbul sieht man einige Exoten. Geparkt wurde dann auf einer Außenposition. Durch die ewig langen Taxizeiten (ich glaube wir sind locker 25 Minuten bis zu unserer Position gerollt), ist unsere Umsteigezeit auf weniger als 1,5 Stunden geschrumpft. Der Flughafen ist sehr groß mit langen Wegen, also hier muss man auf jeden Fall Zeit zwischen den Flügen einplanen.

Dann hieß es schon wieder Bus fahren, unser Airbus A330-300 (TC-JNK) hat auf einer Außenposition geparkt.

Mit einer Verspätung von ca. 1 Stunde ging es dann endlich los. Die Kabine des A330-300 wirkt sehr schön hell und modern, auch der Sitzabstand ist in Ordnung. Positiv ist, dass diese blöde Box für das Entertainment System nicht mehr unter dem Sitz untergebracht ist, bzw. so untergebracht ist, dass nicht mehr jeder zweite Platz eine eingeschränkte Beinfreiheit hat.

Aber auch hier wieder wenig Begrüßung, wenig Infos, Ansagen vom Band. Extrem negativ ist hier auch wieder die Sauberkeit an Bord aufgefallen. Auf einigen Sitzen waren noch Krümel vom vorherigen Flug zu finden und die Toiletten befanden sich in einem Zustand, wie ich es noch nie auf einem Flug erlebt habe und man sich gut überlegt, ob man diese aufsucht oder besser nicht. Ich bezweifle stark, dass diese vor dem Flug überhaupt gereinigt worden sind.
Beim Essen hatte man wieder die Auswahl zwischen zwei Gerichten:


Die Flugzeit nach Istanbul beträgt 9 ½ Stunden und die Route sieht so aus:

Wie immer auf Langstreckenflügen wurde man viel zu früh geweckt und es wurde ein Frühstück serviert:

Landeanflug auf Johannesburg:

Bereits aus dem Flugzeug sieht man das was man in Johannesburg häufig sieht – Slums aus Wellblechhütten und wo sich der Großteil der Kriminalität abspielt, mit welcher Südafrika immer wieder in Verbindung gebracht wird.

So sieht dann die Landung auf der 03R aus (zwar nicht unsere Maschine, aber TC-JNJ stellvertretend für unsere TC-JNK)

Dieser Ausblick verspricht schon einiges:

Wieder einmal parkten wir auf einer Außenposition. Die Maschine hat nur einen Stopp in JNB von ca. 1 Stunde, da diese dann weiter nach Kapstadt fliegt. Die Passagiere nach CPT müssen an Bord sitzen bleiben, bis es weiter geht.

Neben uns parkte ein A319 von South African, allerdings wird das Fotografieren auf dem Vorfeld in JNB nicht gerne gesehen, daher bleibt´s auch bei diesem einen Bild:

Gewohnt haben wir im Birchwood Hotel & Conference Center direkt im final auf die 03R. Bei entsprechender Landerichtung und Betrieb von 03R kann man auch Bilder direkt vom Hotel aus machen (vormittags). Hier mal ein Beispiel:

Ansonsten ist das Hotel nur bedingt zu empfehlen. Da wir aber einen Mietwagen hatten, haben wir auch die anderen Positionen rund um den Flughafen aufgesucht. Zuerst ging es an die berühmte Rutsche im Wohngebiet Impala Park:

Die Rutsche ist eigentlich ziemlich gefährlich, zum einen ist sie sehr hoch (ca. 3 Meter?) und zum anderen wird es mit mehr als 2 Personen da oben schon etwas problematisch. Höhenangst sollte man nicht unbedingt haben, wenn man dort spotten möchte. Vormittags kann man aber schön auf die 03R fotografieren, allerdings wird auch auf 03L gelandet, weshalb man nur einen Teil des Traffics bekommt.
Kenya Airways mit der 737-800 aus Nairobi:

LAM aus Mosambik, meistens wird die Dash 8 eingesetzt, allerdings auch der neue Embraer190 sowie die 737-200.

1Time MD87, einer der vielen Billigflieger in Südafrika.

Mango, ebenfalls eine Billigfluggesellschaft:

Air Cargo Germany aus Frankfurt-Hahn:

South African mit dem neuen A330, welcher u.a. nach London eingesetzt wird:

Diese Position haben wir nur einmal aufgesucht, denn als wir noch mal hin wollten, war an dem Tag gerade Müllabfuhr. Die Bewohner des Impala Parks haben schon rechtzeitig ihren Müll vor´s Haus gestellt, was dann die Bewohner aus den unliegenden Armenvierteln angezogen hat, um im Müll nach Sachen zu suchen, die sie noch brauchen können. Als wir am Spielplatz eingetroffen sind, sind dort dann auch etwas suspekte Gestalten rumgehangen, weshalb wir doch lieber wieder schnell verschwunden sind. Vermutlich wäre zwar nichts passiert, aber angesichts der hohen Kriminalitätsraten in Johannesburg sollte man lieber einmal mehr vorsichtig sein, vor allem wenn man dann mit teuren Kameras rumläuft. Die Häuser und Hotels sind nicht umsonst von hohen Mauern mit Elektrozäunen umgeben und haben alle vergitterte Fenster. Sobald man das Wohngebiet Impala Park verlässt, sieht es nämlich rund um den Flughafen auch immer mal wieder so aus:

Eine weitere Position ist das „Sportsfield“ am anderen Ende des Flughafens. Zwar eignet sich diese Position nur bedingt, da man zum einen nur rollende Maschinen aufnehmen kann und dieser Taxiway auch kaum benutzt wird. Ein Besuch dort lohnt trotzdem, denn man hat dort die Möglichkeit einen Teil der abgestellten Maschinen zu fotografieren:




Dort konnten wir auch den neuesten Trend „Ipad-Spotting“ beobachten:

(Zu fotografieren gab es da gerade einen Lufthansa A380…)
Ein paar Heavies kommen über diesen Taxiway:



Die beste Spottingposition befindet sich meiner Meinung nach im Terminal. Nachteil ist allerdings, dass man diese erst ab dem frühen Nachmittag nutzen kann und man durch eine Glasscheibe fotografieren muss. Im Terminal gibt es zwei „Aircraft Viewing Decks“, Vorteil ist dass man a) sicher ist (wobei wir uns nie unsicher gefühlt haben) und b) wirklich einen Großteil des Traffics vor die Linse bekommt.
Natürlich South African in allen Variationen:





British Airways (Comair) – leider nicht mehr mit 737-200:


Heavies aus Asien:




Neben LH und AF kommt auch Emirates mit dem A380 nach JNB:

Qantas aus Perth:

Kulula, ebenfalls ein süadafrikanischer Billigflieger:

1Time mit „Silver Bullet“

Der interessanteste Teil des Traffics sind natürlich die afrikanischen Fluggesellschaften, welche mittlerweile auch viel modernes Fluggerät einsetzen:





Von dieser Airline hab ich bisher noch nichts gehört, fliegt aber interessante Ziele an: Dubai – Kandahar - Bagram

Innerafrikanischer Frachtverkehr:

Vulkan Air, An26, 3X-GEN:

Aber es gibt auch noch die afrikanischen Airlines, welche mit älterem Fluggerät nach JNB fliegen:





Das soll es dann mal aus Johannesburg O.R. Tambo gewesen sein, ich hoffe die Bilder haben Euch gefallen. Demnächst geht es dann mit Teil 2 weiter, welcher uns dann auch in den Krüger Nationalpark führen wird.






