(Hinweis: Die Bilder sind nicht chronologisch geordnet.)
Die Vorfreude war groß, als bekannt wurde, dass Boeing die 748i, 748F und 787 präsentiert. Doch leider wurde das komplette Gerät bis Donnerstag wieder abgezogen. Antonov und Sukhoi wollten ihre Flugzeuge wohl auch vor der Öffentlichkeit verstecken.
Nichtsdestotrotz brachte mich Air France mit einem A318 (F-GUGK) am Freitag Morgen nach Paris.

Ein Shuttlebus brachte mich direkt von Charlles de Gaulle aufs Messegelände. Zuerst stand die Besichtigung des Static Displays an, um zu sehen ob überhaupt noch ein Flugzeug dasteht.
Die erste ATR 72-600 für Royal Air Maroc mit farbenfrohem Propeller.

Das größte Gerät war nach dem Wingtip-Zwischenfall auch wieder anwesend. Mit neuer Airbus Kampagne "A380 Love at first flight".

Der A400M leider nicht flugfähig, aber immerhin vor Ort. Die Besichtigungstour ging leider in letzter Sekunde schief.

Air France brachte ihre Oldtimer DC-3 zur Messe.

Agusta Westland Heli für die Qatar Air Force.

Da nicht mehr viele Highlights übrig waren, erkundete ich die Messehallen. Dort präsentieren sich Firmen aus aller Welt: Airlines, Flugzeughersteller und vor allem Zulieferer. Triebwerke, Kabel, CFK-Bruchtests, Fahrwerke, Aktuatoren, Lüfterklappen, Sitze, Gussteile, Werkzeuge und und und lassen sich dort anschauen. Im Gespräch mit den Vertretern kann man natürlich weit mehr erfahren, als auf den Informationstafeln. Hier ein paar Eindrücke:
Sicherungskasten aus dem Cockpit der A320-Familie:

Das Bugfahrwerk der Boeing 787 als Rohteil:

Die Triebwerksgondel für das GP7200 (A380):

Am Airbus-Stand konnte man noch ein großes A350-Modell begutachten, welches sogar leuchtende Bildschirme im Cockpit hat.


Die Chinesen zeigten ein Mock-Up des neuen Comac C919.

Auch eine Trimspindel mit Aktuator (THSA) gab es zu sehen.

Wenn man sich auch für das Innenleben und die Herstellung von Fluggeräten interessiert, muss man sich auf jeden Fall in den Hallen umschauen.
Nach dem Einsammeln etlicher Infobroschüren ging es wieder raus an die frische Luft um die Airshow zu bestaunen.
Eurofighter Typhoon der italienischen Luftwaffe.

Die Alenia Spartan der italienischen Luftwaffe holte auch alles aus sich heraus.


Obwohl ich die Flugvorführung des A380 schon zwei mal gesehen habe, war es trotzdem wieder ein Höhepunkt. Alleine deshalb lohnt sich der Ausflug schon.
Hier beim steilen takeoff...

...danach mit einer scharfen Rechtskurve...

...und ein paar weiteren Kurven.

Dassault Rafale ebenfalls mit Kunststücken.

Auch die Patrouille de France hat ihr Bestes gegeben und folgende Figuren in den Himmel gezaubert.



Wie bei jedem meiner Trips darf auch ein Besuch in der Stadt nicht fehlen. Aufgrund der kurzen Zeit war natürlich nur ein Minimalprogramm möglich.
Kathedrale Notre-Dame

Eiffelturm

Sehr schön anzuschauen. Selbst mit minimalen Französischkenntnissen kommt man dort zu recht.
Am Samstagabend ging es ebenfalls mit einem AF A318 (F-GUGJ) wieder zurück in die Heimat.

Fazit: Paris wird auf jeden Fall noch einmal besucht. Meine Erwartungen an die ausgestellten Flugzeuge und die Airshow wurden leider nicht erfüllt, weil sehr viel abgezogen wurde. In den Messehallen gab es quantitativ und qualitativ jedoch viel mehr zu sehen als z.B. auf der ILA. Das lohnt sich auf alle Fälle. Die nächste Luftfahrtmesse wird mit Sicherheit an den Fachbesuchertagen besucht.
Ich hoffe, euch hat mein kleiner Bericht gefallen.
Viele Grüße
Johannes





