Nachdem wir wieder in Johannesburg angekommen sind, hatten wir dort noch 3 Tage Zeit, welche wir zum Spotten nutzten. Die Bilder vom O.R. Tambo Airport habe ich bereits in Teil 1 gezeigt. An einem Tag sind wir nach zur Swartkop Air Force Base gefahren, welche in der Nähe von Pretoria ist.
Viel geht an der Airbase nicht, daher lohnt sich der Besuch nur um das Museum der South African Airforce anzuschauen. Der Eintritt ist frei, das Museum ist täglich, außer Sonntag, von 10.00 – 15.00h geöffnet.



South African Air Force 707:

Transall:

Avro Shackleton:

Angola Air Force MiG-21:

An unserem vorletzten Tag ging es dann nach Lanseria – ein Flughafen etwas außerhalb von Johannesburg, etwa 1 Stunde vom O.R.Tambo Flughafen entfernt.


Kurz bevor wir Lanseria erreicht haben (die Lage erinnert so ein bisschen an Hahn – mitten in der Pampa), wurden wir von der Polizei angehalten, welche am Strassenrand gerade eine Verkehrskontrolle durchführte. In Südafrika war das unsere 3. Kontrolle in die wir geraten sind, bis dato war alles problemlos. Auto angeschaut, Führerschein angeschaut, weitergefahren. Nicht so hier – der Polizist, der kaum Englisch konnte, war wohl der Meinung, er könnte etwas Geld gebrauchen und wollte uns etwas anhängen: weder der deutsche noch der internationale Führerschein würden in Süadafrika ausreichen, um dort Auto zu fahren. Man müsste seinen Führerschein, auch bei einem Urlaub von 2 Wochen, auf einer Behörde umschreiben lassen. Spätestens als er gefragt hat, ob wir US Dollar dabei hätten, war alles klar. Da wir aber sicher waren, das stimmt so nicht, haben wir uns da auch nichts drauf eingelassen. Das ging dann eine Weile so, aber letztendlich hat er uns dann weiterfahren lassen… Das ist halt Afrika…
Die Billigflieger Kulula und Mango bieten ein paar Flüge von Lanseria aus an. Ansonsten sind dort sehr viele Businessjets stationiert. Was den Flughafen zusätzlich interessant macht, es gibt dort einige Wartungsbetriebe, welche die Maschinen aus ganz Afrika warten, bzw. auch umbauen. Es ist wirklich extrem, wie viele Flugzeuge in Lanseria rumstehen, ich glaube ich hab noch nie so viele Flugzeuge auf einmal gesehen. Ich zeige jetzt hier nur einen Bruchteil davon.


In Lanseria ist es möglich, als Spotter auf´s Vorfeld zu kommen. Wir haben einen Guide zugeteilt bekommen, welcher uns den ganzen Tag begleitet hat. Mit uns in der Gruppe war noch ein Spotter aus England, welchen wir am Tag zuvor in JNB kennengelernt haben. Wer nach Lanseria geht, dem sei geraten gute Schuhe anzuziehen, denn man muss sehr viel laufen, genügend zu trinken dabei zu haben sich gut einzucremen.
Man darf alle Hangars betreten, wenn man aber fotografieren möchte, sollte man vorher in jedem Hangar fragen, ob es OK ist. Ich glaube uns wurde es nirgends verwehrt, die Leute sind alle sehr nett.
D2-AYV Air26 Embraer120

ZS-SUN Wilderness Air Grand Caravan

5N-BMT

D2-FEZ

Diexim Expresso aus Angola hatte gleich zwei Embraer 120 zur Wartung in HLA. Diese Airline steht übrigens bei uns auf der schwarzen Liste.


Cockpit und Kabine von D2-FFY:


ZS-MNG, Gulfstream II:


ZS-MNT, DC-9, ehemalige Pharmair N350PA

Eine weitere DC-9, ZS-PYB

ZS-SBD Nationale BAe 146-200

ZS-OYF, Angola Air Services Beech1900

V5-PEF, Air Namibia Beech1900

Diese Maschine dürften einige kennen, bis vor kurzem noch bei Air Dolomiti als I-ADJJ im Einsatz, jetzt ZS-SOR:



ZS-MAD, SKA Fokker 28



ZS-SOU, BAe 146-300

ZS-DGW, Gulfstream II

ZS-OXY,



ZS-PYY, Gulfstream II

Diese Fokker war bis vor einigen Jahren auch noch in Europa unterwegs als I-ELGF (jetzt ZS-JEN)

TR-DAL, Nationale 737-200


TJ-ALD Air Leasing Cameroon, Fokker 28

ZS-IRE, SKA Boeing 727 – diese Maschine stand vor Kurzem noch in Opa-Locka/Florida als N741DH (DHL – ASTAR Air Cargo)

ZS-SOW, Cronos Airlines aus Äquatorial-Guinea

Nach etwa 4 Stunden waren wir dann durch alle Hangars auf der einen Seite des Flughafens durch. Auf der gegenüberliegenden Seite gibt es noch mehr Hangars und ein Scrapyard. Unser Guide (an dem Tag wäre er eigentlich als Wachdienst für den Personalparkplatz eingeteilt gewesen) war gut drauf und ermöglichte uns noch den Besuch für diesen Bereich.
ZS-OTV, Solenta Aviation, Grand Caravan

TR-LBV, Nouvelles Air Affaires Gabon, Beech 1900

VQ-BAA, Falcon 7X

ZS-POT, Hawker

ZS-ALX, Gulfstream I

ZS-PKA, Beech 1900 mit überklebten UN-Titeln:

Als wir dann endlich am Scrapyard angekommen sind, zog natürlich das tägliche Nachmittagsgewitter auf.
ZS-SMT

D2-EFM

3D-SEA, Swazi AirExpress Metro:

ZS-PMS, Nationale Saab340:

ZS-DOA

TU-TII, Boeing 727


ZS-KIS, Boeing 737-200

Diese Gulf dürfte auch einigen bekannt sein, SX-BTX, die lange in Genf stand:


ZS-IJN, Interair F28

9XR-RA, Rwanda Air Bac 1-11

ZS-NUG, Nationwide Bac 1-11

TN-BEH, Trans Air Congo F28

Und zum Abschluß aus Lanseria gibt es noch einen Learjet mit D-Reg, welcher auch schon in STR war:

Dann ist leider auch schon der Tag des Rückflugs gekommen. Da wir aber erst um 20.15h abgeflogen sind, konnte man noch einen Tag mit Spotten verbringen.
Hier unsere Maschine TC-JNL beim Start morgens Richtung Kapstadt. Ankunft in CPT ist gegen 13.00h und zurück nach JNB geht es dann um 17.00h.

In der Nähe von der Spotting Position befindet sich das Hi-Flyerz Pub, wo man sehr gut und sehr günstig Essen kann. Eine coole Location, alles hat irgendwie mit Luftfahrt zu tun. Die Toiletten heissen z.B. „Fuel Dumping Area“

Das Cockpit ist von ZS-SAL, einer South African 747-200:

Leider war das nicht unsere Maschine, denn ich hätte Lufthansa sehr gerne Turkish Airlines vorgezogen:

Zum Abschied noch ein South African A319 aus dem Terminal:

Da es dunkel wa, gibt es keine Bilder vom Langstrecken Flug nach Istanbul. Ankunft in Istanbul war gegen 6.00h morgens, wo es ebenfalls noch stockdunkel war. Um 7.50h ging dann der Flug nach Stuttgart weiter. In Istanbul findet vor jedem einzelnem Gate die Sicherheitskontrolle für den einen Flug statt. Das was wir dort mit anschauen durften, war exakt so, wie man es von den Sendungen „Mein Revier“ oder „Achtung Kontrolle“ kennt. Große Plastiktaschen, die jegliche Handgepäck-Abmessungen mindestens um´s Dreifache überschritten wurden auf das Band gelegt und kurz danach wanderten die Töpfe mit Honig in den bereitgestellten Mülleimer… Angelruten, die als Fahnenstange in Mekka dienten, wurden einbehalten, was natürlich heftige Diskussionen zur Folge hatte… nur um mal zwei Beispiele zu nennen. Wir hatten die beste Unterhaltung. Allerdings kann man darauf auch verzichten, wenn man von der Langstrecke kommt, nicht viel geschlafen hat und eigentlich nur noch wieder heim möchte.
Endlich startete das Bording, diesmal kam ein A321 auf dem Flug nach STR zum Einsatz. Der Höhepunkt unseres Erlebnis Turkish Airlines war dann beim Boarding als die Gepäckfächer durch die Unmengen an Handgepäck schnell belegt waren, folgender Satz eines Passagiers zu seiner Mutter: „Sitzsch Du erstmal Platz, stellsch Du Koffer hin, Rest macht Bedienung!“
Nachdem alles Gepäck von der „Bedienung“ verstaut wurde, konnte es mit etwas Verspätung los gehen. Beim Abflug bot sich dann ein schöner Blick von oben auf den Flughafen:



Zum Abschluß noch ein Bild der Kabine von TC-JRE

Abschließend kann ich Turkish Airlines überhaupt nicht weiterempfehlen. Auf allen 4 Flügen waren die Flugzeuge dreckig, die Toiletten wurden scheinbar vor dem Langstrecken Flug überhaupt nicht gereinigt. Klebende Kaugummis an den Sitzen und Krümel in der Sitztasche gehören wohl mit zur Kabinenausstattung. Begrüßung, Durchsagen, Infos für die Passagiere gibt es eher nicht, wenn dann höchstens vom Band. Der Service wirkt häufig unkoordiniert, die Flugbegleiter sind wenig zuvorkommend. Ich habe beobachtet, wie ein Flugbegleiter lieber an seinem Platz stand und zugeschaut hat, wie sich ein Passagier abgemüht hat, sein Gepäck zu verstauen, anstatt die 3 Schritte zu laufen und zu helfen. Das Essen hingegen ist sehr gut. Aber alles in allem von „Europe´s Best Airline“ ist Turkish meiner Meinung nach weit entfernt. Für einen Trip nach Istanbul würde ich TK buchen, auf der Langstrecke würde ich lieber etwas mehr zahlen und eine andere Airline wählen.
Südafrika ist ein tolles Land, sicherlich werde ich in absehbarer Zeit wieder dorthin gehen, insbesondere die Nationalparks haben es mir angetan. Das Land hat so viele Facetten, wir konnten jetzt nur Einblicke bekommen.
Zum Abschluß noch ein großes Dankeschön an Tiha, der uns viele nützliche Tipps zu Südafrika gegeben hat und dessen Tripreports auf seiner Homepage hilfreich für unsere Planungen waren.
Ich hoffe, der Bericht hat Euch gefallen, hier sind noch mal die Links zu den anderen Teilen:
Teil 1 Johannesburg: viewtopic.php?f=29&t=7774
Teil 2 Rand und Krüger Park: viewtopic.php?f=29&t=7806
Teil 3: Kapstadt: viewtopic.php?f=29&t=7856





